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Dahn im Oktober 2020


Die Deportation der Pfälzer Juden vor 80 Jahren nach Gurs

Von Otmar Weber



Am Abend des 22. Oktober 1940 meldete der Gauleiter Saarpfalz, Josef Bürckel, vormals Volksschullehrer in Rodalben, seinem Führer Adolf Hitler: „DIE PFALZ IST JUDENFREI." „Was war passiert?“
Nahezu sämtliche Juden Badens, der Pfalz und des Saarlandes waren in der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober 1940 in einer schlagartig und überraschend durchgeführten Abschiebeaktion nach Gurs in Südfrankreich deportiert worden. Die Aktion fand im Einverständnis mit Adolf Hitler und SS-Führer Heinrich Himmler statt. Sie wurde vom Chef der Sicherheitspolizei Reinhard Heydrich und dessen Referatsleiter Adolf Eichmann organisiert. Der saarpfälzische Gauleiter Josef Bürckel und der für Baden zuständige Gauleiter Robert Wagner setzten den Führerbefehl mit ihrer sogenannten „Wagner-Bürckel-Aktion“ in brutaler Weise um.

In den frühen Morgenstunden des 22. Oktober 1940 suchten SS-Männer, Gestapoleute und Gendarmeriebeamte an Hand vorbereiteter Listen die jüdischen Häuser und Wohnungen auf.

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